Interne Leistungsverrechnung
Unterschied zwischen der Kostenstellenrechnung und der Internen Leistungsverrechnung
Beide Module dienen zur internen Verrechnung von Leistungen, die zwischen Kostenstellen (anfordernde bzw. erbringende Kostenstelle) erbracht werden. Der grundlegende Unterschied liegt in der Ermittlung der verrechneten Kosten.
Bei der Internen Leistungsverrechnung (ILV) hat der Verrechnungspreis keinen Zusammenhang mit den Kosten der zu entlastenden Kostenstelle. Die Kosten bleiben – anders als bei der Kostenstellen-/artenrechnung (KORE) – auf der Kostenstelle stehen und werden ergänzt durch den Ertrag, der durch die Verrechnung an andere Kostenstellen erzielt wird. Somit ist es in der Internen Leistungsverrechnung möglich, einen Deckungsbeitrag auf Kostenstellen zu bilden, die normalerweise keinen Umsatz haben.
Die Kostenstellen-/artenrechnung dient hauptsächlich dazu, die Kosten der Vor- und Hilfskostenstellen auf die Haupt- bzw. Endkostenstellen zu verteilen und deren Ergebnis zu ermitteln. Im Gegensatz dazu ist bei der ILV kein Bezug zu den direkten Kosten gegeben, sondern die Verrechnung eines Preises. Durch die ILV ist es zusätzlich möglich, gewisse Kostenstellen oder Bereiche zu Profitcentern zu machen, die wie ein eigenes Unternehmen agieren.
Sehr oft ist eine Kombination aus Kostenstellenrechnung und Interner Leistungsverrechnung sinnvoll. So können beispielsweise bestimmte Kostenstellen über die ILV (z.B. Radiologie, Labor etc.) und andere Kostenstellen – bei denen die Kosten nur schwer beeinflusst werden – über die KORE (z.B. Gebäude, Anlagen etc.) verrechnet werden.
